Eala

SINN und SEELE

Engel der Lüfte

Phönix spielt der weiße Schwan, hebt die Engelflügel an, streckt den Hals in edler Würde.
Abgefallen scheint die Bürde, aller Erdenschwere Last, jede Regung einer Hast fehlt dem Tier.
Die Morgenstrahlen können Gold ins Schauspiel malen.
Bild – mit Fantasie bestückt, fast dem Diesseits schon entrückt.
(Ingo Baumgartner)

 

Eala heißt Schwan  in Altirischer und Gälischer Sprache.   Der grosse weiße Vogel ist tief verwurzelt in der Mythologie und Sagenwelt der altnordischen Völker, Kelten und Germanen.

In alter Zeit  lebte ein Schwanenpaar am Schicksalsbrunnen, beim Weltenbaum.  Die Urahnen der Schwäne, reinweiß vom heiligen Wasser.

Die weißen Schwäne des Nordens  symbolisieren das Licht, Reinheit und Weisheit, verbunden mit der Sehnsucht nach Reifung und Vollendung.

Schwarz wie Ebenholz, Weiß wie Schnee und Rot wie Blut   In der Tradition hermeneutischer Philosophie wird die Erfahrung von Leid als Teil des Lebenswegs verstanden, hin zu Entwicklung und Reife.

Die Indogermanischen Sprachen  verbinden den Wortstamm „swan“ auch mit Ton oder Klang, mit dem Flug der Schwäne und dem Schwanengesang.

Mit Schwingen von Schwänen  reisen die Boten der Götter vom Himmel zur Erde, zur Menschenwelt. Wesen in Schwanengestalt wandeln zwischen den Welten, sind Grenzgänger zum Jenseits, zur Anderswelt.

Die Vedische Religion des Alten Indien  verbindet Sarasvati mit dem Schwan.  Die Fliessende  ist Göttin der Sprache und des Lernens, der Künste und der Wissenschaften, der Weisheit und der Intuition.   In der Griechischen Mythologie ist es Leda, die sich mit dem Schwan verbindet.

In Amdorf, im Zweistromland zwischen Leda und Jümme,  thront auf dem Kirchturm ein goldener Schwan als Symbol für die Erneuerung der Kirche, für Martin Luther und die Reformation.  Schwäne finden sich in der Symbolik vieler Kulturen der Welt.  Sie leben an Flüssen und Seen der nördlichen und südlichen Hemisphäre.

Es gibt weiße und schwarze Schwäne.  Grau ist das Gefieder des heranwachsenden Schwanenjungen in Andersens Märchen vom „Hässlichen Entlein”.

In der Vorstellung von Entwicklung und Wandlung  von Leben und Sterben, Tod und Wiedergeburt, verkörpert der Schwan das Sinnbild der unsterblichen Seele.

Weiß ist der Schwan auf dem Dach des Hauses in dem ich lebe und arbeite.

HERZLICH WILLKOMMEN IM ZEICHEN DES SCHWAN